Sich helfen lassen | PsyHealth

Liste der Gesundheitsfachkräfte

In Ihrem Umfeld gibt es viele Fachleute, die Ihnen eine grosse Hilfe sein können. Bei Schwierigkeiten oder psychischen Problemen können sie Ihnen zur Seite stehen, Ihnen zuhören und Sie an einen Spezialisten weiterverweisen :

  • bei der Arbeit: Betriebsarzt, Personalvertreter oder Gewerkschaftsvertreter;
  • in den Gesundheitszentren: Krankenpfleger, Hebamme, Arzt;
  • in der Schule: Schulkrankenschwester, Lehrer oder Mediator;
  • in den Freizeitzentren der Stadtteile: Betreuer oder Sozialarbeiter.

In den meisten Fällen sind diese Leistungen kostenlos oder werden von der Krankenkasse übernommen. Die Kosten sollten Sie also nicht davon abhalten, diesen Service in Anspruch zu nehmen.

Wenn Sie unsicher sind und nicht wissen, an wen Sie sich wenden sollen, kann Ihr Hausarzt Sie an die richtige Person weiterverweisen.

Auf dieser Website finden Sie ausserdem Psychologen in Ihrer Nähe. Füllen Sie einfach einen kurzen Fragebogen zu Ihren Bedürfnissen und der gewünschten Sprache für die Beratung aus. Was die Kostenübernahme für Konsultationen betrifft, geben die verschiedenen Fachkräfte in ihrem Profil die jeweiligen Bedingungen an. Es ist jedoch ratsam, sich über die individuellen Möglichkeiten zu informieren.

Notrufnummern

Für den Fall einer akuten Krise, wenn die Person eine Gefahr für sich selbst oder für andere darstellt, die Situation ist dringend. Dann sollten Sie die Nummer 144 oder den psychiatrischen Notdienst Ihres Kantons anrufen. Wenn Sie auch nur den geringsten Zweifel oder das Gefühl haben, den Halt zu verlieren, zögern Sie nicht, einen Notdienst anzurufen.

  • Freiburg: 0263080808
  • Genf: 0223723862
  • Jura: 144
  • Neuenburg: 0327551515
  • Waadt: 0848133133
  • Wallis: 0800012210
  • Tessin: 144

Wenn die Gefahr sehr gross ist, kann man auch die Polizei unter der Nummer 117 anrufen.

Sucht/Konsum

Fühlt man sich traurig, gestresst oder müde, versucht man vielleicht, seinen Problemen zu entfliehen, indem man sich sogenannten «risikoreichen» Verhaltensweisen zuwendet, wie Rauchen, Alkoholkonsum, Medikamenteneinnahme, übermässiger Bildschirmkonsum oder Glücksspiel. Auch wenn das im Moment scheinbar Erleichterung verschafft, können die Gewohnheiten der körperlichen und psychischen Gesundheit schaden. Wenn Sie sich Sorgen um eine der oben genannten Verhaltensweise bei sich oder bei einem Angehörigen machen, sollten Sie um Hilfe bitten.

Ein übermässiger Konsum von Substanzen (Alkohol, Medikamente) kann negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben: Schädigung lebenswichtiger Organe, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schwächung des Immunsystems, Depressionen und Angstzustände, kognitive Beeinträchtigungen, soziale Isolation, …

Addiction Suisse (Sucht Schweiz) listet hier eine Reihe von Websites und Telefonnummern auf, die bei Problemen mit Alkohol, Tabak oder Nikotinprodukten sowie bei Glücksspielproblemen Unterstützung bieten können.

Sorgen Sie sich um Ihre Kinder? Lesen Sie diese Brochüre.

Fragen Sie sich, wie Sie ihre Kinder schützen können?  Schauen Sie sich diesen Flyer an.  

Stehen Sie einer Person nahe, die abhängig ist? Informieren Sie sich in dieser Brochüre.

Digitale Medien

Hier sind einige Anzeichen aufgelistet, die Eltern darauf aufmerksam machen könnten, dass ihre Kinder zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen:

  • Der Computer oder die Spielkonsole wird tagsüber viele Stunden lang zur Freizeitgestaltung genutzt, abgesehen von den notwendigen Aufgaben (beispielsweise für die Schule).
  • Das Kind sieht seine Freunde kaum noch oder gar nicht mehr und zeigt kein Interesse für andere Aktivitäten oder Hobbys.
  • Die Schul- oder Ausbildungsergebnisse verschlechtern sich kontinuierlich.
  • Das Kind vernachlässigt sich selbst und hat keinen Appetit mehr. Es ist tagsüber oft müde.
  • Das Kind wird aggressiv oder depressiv, wenn ihm der Zugang zum Computer verwehrt wird

Häusliche Gewalt

Notrufnummern:

  • 117: Polizei
  • 144: Krankenwagen/Notaufnahme

Anonyme und vertrauliche Hotline (rund um die Uhr)

  • 143: Die Dargebotene Hand
  • 147: Ratschläge für Kinder und Jugendliche

Weitere verfügbare Ressourcen:

Sollte es zu Gewalt kommen, haben Sie das Recht, sich (und Ihre anwesenden Kinder) zu schützen, indem Sie die Wohnung verlassen, die Polizei (117) oder den ärztlichen Notdienst (die Liste nach Kanton finden Sie hier) anrufen. Die LAVI-Zentren können Ihnen ebenfalls behilflich sein.

Stress

Studien haben gezeigt, dass in vier verschiedenen Situationen Stresshormone ausgeschüttet werden:

  • Wenn man das Gefühl hat, keine Kontrolle über die Situation zu haben
  • Wenn eine Situation unvorhersehbar ist
  • Wenn eine Situation neu ist
  • Wenn eine Situation unser Selbstwertgefühl/Ego bedroht

Für den Stressabbau ist es daher wichtig, über die Situation nachzudenken, die den Stress verursacht. Man sollte so weit wie möglich versuchen, diese Situation zu ändern und darauf einzuwirken. Wenn beispielsweise unsere Fähigkeiten und unser Selbstwertgefühl auf die Probe gestellt werden und wir das Gefühl haben, dass andere Menschen an unseren Fähigkeiten zweifeln, sollten wir unser Selbstvertrauen und unsere Selbstachtung stärken, lernen, an unsere Fähigkeiten zu glauben, und vermeiden, uns ständig selbst in Frage zu stellen. Und wenn man die stressauslösenden Situationen im Vorfeld angeht, lässt sich das unangenehme Gefühl in Zukunft verringern.

In stressigen Zeiten können weitere Hilfsmittel nützlich sein; diese finden Sie hier

Es gibt auch verschiedene Methoden zum Stressabbau, um neue Energie zu tanken und um seine Widerstandsfähigkeit zu stärken:

  • Sich auf das Hier und Jetzt konzentrieren, sich sanft umarmen, sich im Boden verwurzeln und aufdringliche Gedanken in einer imaginären Schachtel verstauen – das sind Möglichkeiten, sich zu entspannen, Anspannung abzubauen und wieder mit dem gegenwärtigen Moment in Verbindung zu treten, wenn man sich in Schwierigkeiten und/oder am Ende seiner Kräfte fühlt.
  • Tiefenatmungsübungen machen und einen bestimmten Zeitpunkt im Tagesablauf einplanen, um sich mit seinen Sorgen auseinanderzusetzen (anstatt dies den ganzen Tag über zu tun) – das sind hilfreiche Strategien, wenn man sich ängstlich oder nervös fühlt und wieder die Kontrolle zurückgewinnen möchte.
  • Atemübungen und das Vorstellen positiver Dinge sind ebenfalls Mittel, um sich zu beruhigen, wenn man die richtigen Entscheidungen treffen möchte.
  • Um die eigene Resilienz zu stärken und die inneren Ressourcen zu festigen, empfiehlt es sich, optimistisch zu denken, freundlich und mitfühlend zu sein. Man kann auch eine Liste der eigenen Ressourcen und der Dinge erstellen, die einem gut tun. So lässt sich erkunden, wie man in Zukunft entsprechend den eigenen Erfahrungen handeln kann.

Suizidgedanken

Wenn Sie Suizidgedanken haben, ist es am wichtigsten, darüber zu sprechen und um Hilfe zu bitten.

Notrufnummern

  • 143: für Erwachsene, kostenlos, anonym und vertraulich. Englischsprachige Hotline: 0800 143 000
  • 147: Pro Juventute (Jugendliche)
  • 144: Notaufnahme im Krankenhaus